Schließen

Abonnieren Sie unseren Newsletter.


Social Media: Zeitungen sehen Facebook als Konkurrenz in den lokalen Märkten

Mit dem offensiven Ausbau mobiler Anwendungen auf Smartphones und Tablett-PCs sowie dem konsequenten Einsatz von sozialen Netzwerken wie Facebook wollen die Zeitungen ihre Position im hart umkämpften Informations- und Kommunikationsmarkt ausbauen.

Dies ist die Kernbotschaft des Kongresses "Zeitung online", den der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Weltverband der Zeitungen (WAN-IFRA) in Potsdam veranstaltet haben.

Die Zeitungen profitierten vom Online-Boom, sagte BDZV-Vizepräsident Richard Rebmann vor rund 300 Verlagsmanagern und Vertretern der Chefredaktionen. Jeder dritte Internetnutzer sei regelmäßig auf den Onlineangeboten der Zeitungen. Doch sei es bisher nicht gelungen, diese hohe Akzeptanz zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Zugleich werde der Druck durch neue Wettbewerber im Nutzer- und Werbemarkt immer größer. Soziale Netzwerke wie Facebook, die den Verlagen interessante Chancen böten, seien zugleich die neue Konkurrenz in den lokalen Märkten.

Welch enormes Potenzial das Internet bereit hält, machten vor allem Experten der Spiele-Industrie und Vertreter der Social-Media-Welt deutlich. Gleichzeitig präsentierte eine Reihe von Verlagen digitale Strategien, Produkte und Services, mit denen sie ihre Marktstellung bereits ausgebaut haben. Der bekannte US-Medienexperte Ken Doctor machte deutlich, dass die Verlage zu den Gewinnern des digitalen Wandels gehören könnten. Voraussetzung sei, dass die Zeitungen die Stärke ihrer Marken ausschöpften und die Möglichkeiten im Nutzer- und Werbemarkt besser ausnutzten. Der Erfolg gehöre Verlagen, die auf allen Kanälen - Print, Online, Mobil - exzellente Produkte hätten und sich im Werbemarkt - auch im Lokalen - als Fullservice-Agentur aufstellten.