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Paywall: Nur 30 Prozent der Experten glauben daran

Ende März kündigten die beiden großen britischen Tageszeitungen "The Sun" und "The Daily Telegraph" an, Bezahlsysteme für ihre Internetangebote einzuführen und folgen damit dem Trend in den USA.

In Deutschland setzt die Mehrheit der Verlagshäuser weiterhin auf werbefinanzierte Erlösmodelle für ihre Internetangebote. Als einzige überregionale Zeitung nutzt lediglich "Die Welt" seit Ende vergangenen Jahres eine Paywall.

Nur 30 Prozent der Befragten glauben, dass Bezahlschranken für digitale Inhalte auch in Deutschland gut funktionieren könnten. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag der Internet World Messe durchgeführte Befragung unter 1000 Experten der Internetbranche durch das Institut ibi research an der Universität Regensburg. Knapp ein Drittel der Befragten haben schon einmal Geld für redaktionelle Inhalte ausgegeben, sei es für einen Blog-Eintrag, einen Nachrichtenartikel oder vergleichbare Inhalte. Ein knappes Viertel der Experten lehnt ein Abonnement digitaler Zeitungsinhalte grundsätzlich ab.

Bei der Grundsatzdebatte, ob Bezahlkonzepte für digitale Medieninhalte überhaupt funktionieren könnten, spiegelt die Befragung die gespaltene Positionen im Markt wieder: 19 Prozent geben dem Modell keine Chance, aber immerhin 30 Prozent glauben fest daran. Das eigentliche Akzeptanzproblem liegt im breiten Mittelfeld: 51 Prozent der Befragten stimmen zwar zu, dass Paywalls funktionieren könnten, sich aber in Zukunft nicht durchsetzen werden.

Ein ausführliches Studiendokument mit allen Ergebnissen der Befragung steht kostenlos auf der Website der Internet World Messe unter folgendem Link zum Download bereit: www.internetworld-messe.de/Presse/Studie.