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SZ.de-Chefredakteure: "Haben als einziger Titel erfolgreich Paid Content eingeführt"

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) ist mit ihrem digitalen Geschäftsmodell offenbar sehr erfolgreich und zufrieden. Wie Stefan Plöchinger und Julia Bönisch, Chefredakteure von SZ.de, im Interview mit dem Hamburger Fachmagazin DNV - Der Neue Vertrieb erklären, habe die Tageszeitung ihre Online-Umsätze 2016 erneut steigern können.

Nachdem 2015 bereits ein Betrag von rund zehn Mio. Euro erreicht wurde, habe SZ.de im vergangenen Jahr einen Umsatz im signifikant zweitstelligen Bereich erzielt. Plöchinger ist davon überzeugt, dass der Ansatz der SZ funktioniert: "Wir verdienen mit Leserfinanzierung inzwischen genauso viel wie mit Anzeigenfinanzierung. Manche andere Seiten ticken immer noch so, als könnte man im Internet mit ein bisschen Larifari und schnellen News am besten sein Geld verdienen. Wir sehen das anders und vermutlich ganz richtig, wenn wir auf die Umsätze schauen."

Die SZ sei im Digitalen vor allem aufgrund ihrer Inhalte erfolgreich, wie Bönisch erklärt: "Wenn man etwas für viel Geld kauft und merkt, dass die Sache nicht hält, was sie verspricht, dann kauft man sie nicht noch mal: Darum: Was wir hier jeden Tag machen, muss höchsten Ansprüchen genügen." So habe die Zeitung mit dem Verkauf spezieller Panama-Paper-Abos eine mittlere dreistellige Zahl neuer Abonnenten gewonnen. Zudem hat sie im vergangenen Jahr ins Textmarketing investiert und vermarktet ihre Beiträge seitdem auch über Facebook & Co.