medienmilch.de: Letzte Nachrichten http://www.medienmilch.de de_DE TYPO3 News Sun, 21 Jul 2019 16:35:33 +0200 Sun, 21 Jul 2019 16:35:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-6958 Mon, 22 Jul 2019 16:03:00 +0200 Bundeskartellamt: Erklärung zu Wettbewerb in digitaler Wirtschaft https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106958bundeskartellamt-erklaerung-zu-wettbewerb-in-digitaler-wirtschaft/ Die Wettbewerbsbehörden der G7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA) haben zusammen mit der Europäischen Kommission eine gemeinsame Erklärung zum Wettbewerb in der digitalen Wirtschaft vorgelegt. Auf die Erklärung haben sich die beteiligten Wettbewerbsbehörden am 5. Juni 2019 in Paris verständigt. Sie wurde im Rahmen des Treffens der Finanzminister der G7-Staaten vom 17. bis 18. Juli im französischen Chantilly vorgestellt.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Viele Internetkonzerne agieren global. Daher ist es wichtig, dass sich die Politik und die Wettbewerbsbehörden international austauschen, um kohärente Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft herzustellen. Der aktuellen französischen G7-Präsidentschaft und unserer französischen Schwesterbehörde, der Autorité de la concurrence, gilt mein Dank dafür, dass sie dieses Thema weiter vorangetrieben haben.“

Die Erklärung skizziert die gemeinsamen Ansichten der beteiligten Wettbewerbsbehörden zum Wettbewerb in der Digitalwirtschaft anhand von vier Kernideen:

Wettbewerbliche Märkte sind zentraler Treiber für gut funktionierende Volkswirtschaften, und die positiven Potentiale der Digitalwirtschaft können am besten erreicht werden, wenn digitale Märkte wettbewerblich organisiert bleiben. Entsprechend wird eine klare Wettbewerbsrechtsdurchsetzung weiterhin eine entscheidende Rolle dabei spielen, das Vertrauen in die digitalen Märkte zu sichern und gleichzeitig gewährleisten, dass die digitale Wirtschaft weiterhin zu wirtschaftlicher Dynamik, wettbewerblichen Märkten, Vorteilen für die Verbraucher und Innovationsanreizen beiträgt.

Das Wettbewerbsrecht ist flexibel und den sich in der digitalen Ära stellenden Herausforderungen gewachsen. Dennoch ist es notwendig, dass sich die Wettbewerbsbehörden kontinuierlich fortentwickeln. Die jüngere Fallpraxis illustriert, dass das Wettbewerbsrecht den Wettbewerbsbehörden grundsätzlich ein Instrumentarium und die Flexibilität einräumt, um wettbewerbsbeschränkenden Verhaltensweisen in der digitalen Wirtschaft zu begegnen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Wettbewerbsbehörden über Instrumente und Mittel verfügen, um ihr Wissen um neue Geschäftsmodelle und deren Einfluss auf den Wettbewerb weiter zu vertiefen.

Gesetzliche Bestimmungen können auch wettbewerbsschädigend wirken, etwa durch eine damit verbundene Erhöhung von Markteintrittsbarrieren oder die Stärkung etablierter Unternehmen. Deshalb wird in der Erklärung darauf hingewiesen, dass die Gesetzgeber geplante oder bereits existierende Regeln und Gesetze daraufhin prüfen sollten, ob sie den Wettbewerb in digitalen Märkten unnötig einschränken. Außerdem wird darauf verwiesen, dass es für die Förderung wettbewerblicher digitaler Märkte hilfreich sein kann, das Wissen von Wettbewerbsbehörden behördenübergreifend weiterzuverbreiten.

Angesichts des grenzüberschreitenden Charakters der Digitalwirtschaft ist es wichtig, verstärkte internationale Zusammenarbeit und Konvergenz in der Anwendung des Wettbewerbsrechts zu fördern. Darüber hinaus trägt internationale Zusammenarbeit zu einer kohärenten Wettbewerbslandschaft bei, auch im Interesse der betroffenen Unternehmen.

Die Erklärung der beteiligten G7-Wettbewerbsbehörden ist das Ergebnis eines hochrangingen Dialogs unter Leitung der französischen Wettbewerbsbehörde Autorité de la concurrence, der auf Initiative der aktuellen französischen G7-Präsidentschaft aufgenommen wurde.

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Meldung des Tages
news-6956 Mon, 22 Jul 2019 15:55:00 +0200 Deutsche Welle startet türkische Social Media News https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106956deutsche-welle-startet-tuerkische-social-media-news/ Die neue türkische Nachrichtensendung DW Haber geht am Montag, 22. Juli, in den Sozialen Medien auf Sendung. Das Format wird werktäglich live auf Periscope und Youtube ausgestrahlt. Moderiert in den Bonner Studios der DW bietet die Sendung Nutzern inner- und außerhalb der Türkei eine Zusammenfassung der wichtigsten weltpolitischen Ereignisse sowie Nachrichten aus der Türkei und Deutschland. „Wir senden um 17. 30 Uhr Istanbuler Zeit und haben damit eine gute Chance, viele Nutzer in der Türkei auf ihren Mobilgeräten zu erreichen“, so Erkan Arikan, Leiter der Türkisch-Redaktion der DW. „Dann sind sehr viele Menschen auf dem Heimweg von der Arbeit, und wir liefern ihnen mit unserem Angebot Informationen zu den wichtigsten Themen des Tages.“

Der Erfolg des von der DW gemeinsam mit den internationalen Auslandssendern BBC, VOA und France24 produzierten Youtube-Kanals +90, der drei Monate nach dem Start bereits mehr als 100.000 Abonnenten hat, „spricht für das große Bedürfnis der türkischen Öffentlichkeit nach glaubwürdigen Informationen“, so DW-Intendant Peter Limbourg. „Trotz der jüngsten Versuche, ausländische Medien pauschal zu diskreditieren, steigt die Zahl der Nutzer in der Türkei, die sich bewusst für uns als Alternative entscheiden.“

DW Haber wird nach der Live-Ausstrahlung auf den Social-Media-Kanälen auch im Internet abrufbar sein: www.dw.com/tr

Youtube-Kanal +90: www.youtube.com/plus90

 

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News
news-6957 Sun, 21 Jul 2019 15:59:00 +0200 Internationaler Aktionstag für Betroffene von Hasskriminalität https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106957internationaler-aktionstag-fuer-betroffene-von-hasskriminalitaet/ Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ruft aus Anlass des Internationalen Aktionstags für Betroffene von Hasskriminalität am kommenden Montag dazu auf, engagiert gegen Hasskommentare im Netz vorzugehen. „Nicht wegschauen, sondern aktiv und solidarisch sein“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Nationalen Komitees der No Hate Speech-Bewegung Deutschland, die der DJV unterstützt. Das Bündnis fordert, Betroffenen mit „digitaler Zivilcourage“ Solidarität zu zeigen – zum Beispiel, indem User in Kommentarspalten sozialer Medien widersprechen. Die Initiative, die der Verein Neue deutsche Medienmacher*innen koordiniert, fordert zudem Beratungs- und Informationsangebote.

„Gerade Journalistinnen und Journalisten sind immer häufiger Opfer von Diffamierungen und Hasskommentaren“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Das geht inzwischen so weit, dass eine kontroverse Diskussion bei vielen Themen gar nicht mehr möglich ist.“ Es sei deshalb höchste Zeit, dass sich die Betroffenen von Hate Speech solidarisieren und aktiv gegen Hasskommentare vorgehen. Überall: „Beleidigungen, Drohungen, Schmähungen können alle treffen. Das darf nicht so weiter gehen.“

Mehr zum Thema findet sich in der gemeinsamen Erklärung des No Hate Speech-Bündnisses: http://www.djv.de/djvoemm/r.html?uid=1.3lb.bn1.2ghd.56p13lkhws

Am Abend des 22. Juli lädt das No Hate Speech-Bündnis in Berlin zudem zu einer Podiumsdiskussion mit von Hass betroffenen Medienschaffenden unter dem Titel „#hetzefrei“ ein. Ort: Refugio, Lenaustr. 2-4, 12047 Berlin. Uhrzeit: 18:30 Uhr.


 

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Meldung des Tages
news-6955 Tue, 16 Jul 2019 12:46:00 +0200 Die Diskette gehört nicht in den Pager, du Walkman! https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106955die-diskette-gehoert-nicht-in-den-pager-du-walkman/ Irgendwie werden selbst manche PR-Meldungen zu "Sommerloch"-Meldungen. Wie zum Beispiel diese vom Branchenverband bitkom: Jahrzehntelang war es Teil des modernen Büros – für viele Kinder und Jugendliche ist es aber gänzlich unbekannt: das Faxgerät. Drei von zehn Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren (28 Prozent) haben noch nie davon gehört. Je jünger die Jugendlichen, desto weniger bekannt ist das Fax: Von den 10- bis 11-Jährigen weiß die Hälfte (49 Prozent) nicht, was damit gemeint ist. Bei den 6- bis 7-jährigen Kindern haben erst 15 Prozent schon einmal davon gehört. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 900 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren. „Ein Faxgerät kennen die meisten Kinder und Jugendlichen nur noch aus Filmen“, sagt Bitkom-Expertin Marie Anne Nietan. „Digitale Technologien haben viele über lange Zeit genutzte elektronische Geräte im Büro oder heimischen Wohnzimmer in nur wenigen Jahren ersetzt.“

Diskette ist bei Mehrheit der Jugendlichen unbekannt

Ein Drittel der 10- bis 18-Jährigen (32 Prozent) kennt kein Telefon mit Wählscheibe, zwei von fünf (38 Prozent) haben noch nie von Filmen für Fotoapparate gehört. Die Hälfte von ihnen (50 Prozent) weiß etwas mit einem Walkman anzufangen. Und die Diskette ist bei mehr als jedem Zweiten (56 Prozent) zwischen 10 und 18 Jahren unbekannt. Bei den 10- bis 11-Jährigen kann sich sogar nur noch ein Fünftel (22 Prozent) etwas unter einer Diskette vorstellen. Fast vergessen sind in der jungen Generation Geräte wie die Mini-Disc oder der Pager. Nur ein Viertel (24 Prozent) bzw. jeder neunte (11 Prozent) der Jugendlichen kennt sie noch.

Dennoch gibt es auch Geräte, die in der breiten Bevölkerung nicht mehr genutzt werden, bei Kindern und Jugendlichen aber noch durchweg bekannt sind. So wissen noch 84 Prozent der 10- bis 18-Jährigen, was ein Kassettenrekorder ist. Auch der Videorekorder ist bei 82 Prozent der Jugendlichen bekannt. Ähnlich viele (80 Prozent) haben jeweils schon von Schreibmaschinen und Telefonzellen gehört. „Geräte wie der Kassettenrekorder waren trotz technologisch neuerer Alternativen noch viele Jahre sehr beliebt bei Eltern und Kindern“, so Nietan.

Wie man früher so schön gefragt hat: Und wo wohnt der?
Wer?
Den das interssiert!

 

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Kommentar
news-6954 Mon, 15 Jul 2019 12:39:00 +0200 Social Media Giganten: YouTube festigt sich als Spitzenreiter https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106954social-media-giganten-youtube-festigt-sich-als-spitzenreiter/ YouTube verteidigt seinen Spitzenplatz als beliebtester Social-Media-Dienst in Deutschland: 74 Prozent der Deutschen mit Internetanschluss ab 16 Jahren nutzen hierzulande das Videoportal aus dem Hause Google. Der einstige Spitzenreiter Facebook büßte hingegen einen weiteren Platz ein und rutschte vom zweiten auf den dritten Rang ab. Das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Onliner ab 16 Jahren repräsentativ befragt wurden.

Auf Facebook sind aktuell noch 69 Prozent der deutschen Internet-Nutzer unterwegs. Das Freunde-Netzwerk wurde sozusagen von Konkurrenz aus den eigenen Reihen überholt: Der vom Hause Zuckerberg aufgekaufte Messenger-Dienst WhatsApp kommt bei 71 Prozent der Onliner zum Einsatz und sicherte sich damit den zweiten Platz unter den Social-Media-Kanälen mit den meisten Nutzern.

Kein anderer Dienst aus dem Web 2.0 schafft es, mehr als die Hälfte der Internet-Nutzer zu erreichen. Mit deutlichem Abstand folgen nach dem Führungs-Trio Instagram (37 Prozent), die unglamourösen, aber praktischen Internet-Foren (33 Prozent) sowie die Online-Pinnwand Pinterest (30 Prozent).

Zumindest mehr als jeder fünfte Onliner nutzt Blogs (28 Prozent), den Kurznachrichtendienst Twitter (25 Prozent) und das Berufsnetzwerk Xing (24 Prozent). Snapchat verwenden 18 Prozent, den Xing-Konkurrenten LinkedIn und den Schulfreundewiederfinder Stayfriends jeweils 17 Prozent.

Regional betrachtet erfreuen sich die Sozialen Medien in Nordrhein-Westfalen der größten Beliebtheit: 91 Prozent der Onliner ab 16 Jahren im bevölkerungsreichsten Bundesland nutzen Social Media. Sachsen-Anhalt ist hingegen die Hochburg der Social-Media-Muffel: Rund um die Straße der Romanik sind nur 72 Prozent im Web 2.0 unterwegs.

Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland und dient Unternehmen als Grundlage zur strategischen Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Mai 2019) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 16 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer
Social-Media-Nutzung befragt.

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Meldung des Tages
news-6953 Sat, 06 Jul 2019 10:33:07 +0200 Startups: An jedem zweiten Arbeitstag ein Pitch https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106953startups-an-jedem-zweiten-arbeitstag-ein-pitch/ Ob vor der Jury für den Gründerpreis, potenziellen Kunden oder Geschäftspartnern oder vor interessierten Investoren – zum Startup-Leben gehört es dazu, seine Geschäftsidee zu präsentieren. Und zwar überzeugend – und sehr oft. Im Schnitt haben Startups in Deutschland im vergangenen Jahr 121-mal gepitcht. Das bedeutet: an jedem zweiten Arbeitstag gab es einen Pitch. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 300 Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dabei gilt: Je größer das Startup, desto häufiger wird gepitcht. So kommen Startups mit 1 bis 3 Mitarbeitern durchschnittlich auf 44 Pitches im Jahr 2018, bei 4 bis 9 Mitarbeitern sind es 75 Pitches, bei 10 bis 19 Mitarbeitern 103 Pitches und größere Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern pitchen 260-mal im Jahr und damit im Schnitt einmal pro Arbeitstag. „Startup-Gründer müssen nicht nur eine innovative Geschäftsidee haben, auf modernste Technologien setzen und die richtigen Mitarbeiter finden, sie müssen sich und ihr Startup auch praktisch jeden Tag verkaufen“, sagt Jenny Boldt, Leiterin Startups beim Bitkom.

Am häufigsten pitchen Startups vor potenziellen Kunden (77-mal pro Jahr). Mit deutlichem Abstand folgen Investoren-Pitches (21-mal) und Pitches vor potenziellen Geschäftspartner (17-mal). Im Schnitt 2-mal pro Jahr wird vor Wettbewerbs-Jurys gepitcht, 4-mal jährlich finden sonstige Pitches statt. Große Unterschiede zwischen kleinen und großen Startups gibt es vor allem mit Blick auf die Pitches vor potenziellen Kunden und Geschäftspartnern sowie Investoren. Während kleine Startups mit 1 bis 3 Mitarbeitern nur auf 29 Pitches vor Kunden kommen, sind es bei großen Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern 206 Pitches. Kleinere Startups pitchen durchschnittlich 7-mal pro Jahr vor Geschäftspartnern und sogar nur 3-mal vor Investoren, große Startups präsentieren sich dagegen 29-mal im Jahr vor möglichen Geschäftspartnern und 17-mal vor Investoren.

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News
news-6951 Thu, 04 Jul 2019 09:59:00 +0200 Studie: Jugend fühlt sich beim Klimaschutz im Stich gelassen https://www.medienmilch.de/quark/nicht-schoen/artikel/details/106951studie-jugend-fuehlt-sich-beim-klimaschutz-im-stich-gelassen/ Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future füllt derzeit Schlagzeilen, Talkshows sowie Fußgängerzonen und wird von weiten Teilen der Jugendlichen unterstützt. Doch wie viele junge Menschen in Deutschland haben schon tatsächlich an einer Fridays for Future-Veranstaltung teilgenommen? Und ist die Jugend der Ansicht, dass diese Bewegung etwas bewirkt? Was tragen Jugendliche durch ihr eigenes Verhalten im Alltag selbst zum Klimaschutz bei? Welche Akteure nimmt die junge Generation in Sachen Klimaschutz in die Pflicht, und inwiefern traut man ihnen zu, dass sie das Klima retten? Diesen und weiteren Fragen ist das SINUS-Institut im Rahmen einer repräsentativen Studie bei jungen Menschen nachgegangen. Ergebnis:

Zwei Drittel der Jugendlichen sehen die Älteren als Schuldige

„Der Klimawandel macht mir große Angst“: Dieser Aussage stimmen 68% der 14- bis 24-Jährigen zu. Die jungen Frauen sorgen sich hier noch etwas stärker als die jungen Männer (74% Frauen vs. 62% Männer). Ebenfalls zwei Drittel der Jugendlichen (67%) beklagen, dass sie sich beim Thema Klimaschutz von der älteren Generation im Stich gelassen fühlen. Wie sehr das Thema zu einer Frage der Generationengerechtigkeit geworden ist, zeigt die hohe Zustimmung (75%) zur Aussage „Ich habe das Gefühl, wir Jungen müssen die Fehler der Älteren beim Klimaschutz ausbaden“.
„Unsere Studie zeigt: Die Jugend traut der älteren Generation nicht zu, dass sie etwas tut, um die Klimakatastrophe abzuwenden“, sagt Dr. Marc Calmbach, Director Research & Consulting am SINUS-Institut.

Die Jugendlichen wurden gebeten, aus einem Spektrum von acht Akteursgruppen zwei Akteure auszuwählen, die ihrer Meinung nach etwas für den Klimaschutz tun sollten. Die Jugend ist sich weitgehend einig (69%), dass insbesondere Politiker und Parteien für den Klimaschutz in die Pflicht zu nehmen sind. 49% sehen zudem die Wirtschaft in der Verantwortung. Gleichzeitig hat aber nur ein kleiner Teil Vertrauen, dass die Politik (22%) und die Wirtschaft (32%) den Klimawandel tatsächlich aufhal-ten können. Am zuversichtlichsten ist die junge Generation, dass die Wissenschaft (73%) sowie Umwelt- und Tierschutzorganisationen (73%) das Klima noch retten können. Sich selbst nimmt die junge Generation hingegen kaum in die Pflicht (26%).

Gleichzeitig vertraut die Jugend darauf, dass die junge Generation selbst etwas für den Klimaschutz tun kann (70%). Interessant ist daher der Blick auf die Alltaghandlungen, auf welche die Jugendlichen zugunsten des Klimas achten. Klimaschutz fängt für die junge Generation bei der Mobilität an – bei vielen Konsum- und Lifestyle-Entscheidungen besteht hingegen noch wenig Sensibilität für Klimabelastungen
Mehr als die Hälfte (56%) der Jugendlichen erklärt, dass sie immer oder fast immer bei kurzen Strecken den ÖPNV, das Rad nutzen oder zu Fuß gehen. Etwa ein Drittel gibt jeweils an, wegen des Klimas auf ein eigenes Auto (35%) und auf Fernreisen (30%) zu verzichten.

Knapp die Hälfte (47%) erklärt mit großer Selbstverständlichkeit vom Kauf des neuesten Smartphones zugunsten des Klimas abzusehen. Bei einigen anderen niedrigschwelligen Klimaschutzmaßnahmen zeigt sich aber noch deutlich Luft nach oben: So achtet jeweils nur ein Fünftel beim Einkaufen von Lebensmitteln auf Regionalität und Saisonalität (22%) oder sagt aus Klimaschutzgründen kategorisch Nein zu Fast Food, Lieferessen und Coffee-to-go (19%). Noch weniger ist in der Jugend verankert, wegen der Klimabelastung von Fleischkonsum (14%) und Billigkleidung (16%) Ab-stand zu nehmen.

Fakten statt Mythen: Jede*r Vierte in der jungen Generation hat schon bei Fridays for Future teilgenommen

Die ausgeprägte Angst vor dem Klimawandel und die Wut über die Klimaschutzversäumnisse der älteren Generation sind zweifelsohne zentrale Treiber für den Erfolg von Fridays for Future. Tatsächlich haben ein Viertel (24%) der jungen Generation schon einmal an einer der Veranstaltungen teilgenommen – 14% haben einmal teil-genommen, 10% sogar mehrmals. Fast jede*r Jugendliche kennt Fridays for Future: Nur ein Zehntel (9%) der Jugendlichen hat bislang noch nichts von dieser Klima-schutzbewegung gehört. Die Frage, ob Fridays for Future etwas verändert, spaltet die junge Generation: Während 51% sich hier zuversichtlich zeigen, halten 23% die Bewegung für wirkungslos, und 23% trauen sich keine Einschätzung zu. Die Jugendlichen, die bereits an einer Fridays for Future-Veranstaltung teilgenommen haben, glauben deutlich häufiger, dass die Bewegung etwas bewirkt: 64% der Teilnehmer denken, dass Fridays for Future etwas verändert, während nur 46% der Nicht-Teilnehmer so denken.

Sensibilität für den Klimaschutz und Fridays for Future ist abhängig vom formalen Bildungshintergrund

Die Studie zeigt deutlich, wie sehr das Klimaschutzbewusstsein und der Bewälti-gungsoptimismus in Bezug auf das Klimaproblem mit dem formalen Bildungshintergrund zusammenhängen:
- 86% der formal Hochgebildeten haben Vertrauen, dass die junge Generation das Klima noch retten kann – unter den formal Niedriggebildeten sind es nur 55%.
- 74% der formal Hochgebildeten fühlen sich von der älteren Generation beim Thema Klimaschutz im Stich gelassen – von den formal Niedriggebildeten sind es nur 56%.
- Bedenklich stimmen muss, dass die Jugendlichen mit formal niedriger Bildung auch deutlich häufiger der Ansicht sind, der Klimawandel sei kein Problem, an dem die Menschen schuld sind (Formal Niedriggebildete: 28%, formal Hochgebildete: 15%).
- Während sich 65% der formal Hochgebildeten vorstellen können, bei kurzen Alltagsstrecken auf das Auto zu verzichten, sind es unter den formal Niedrig-gebildeten nur 41%.
- Auch sind nur 36% der formal Niedriggebildeten überzeugt davon, auf das neueste Smartphone zugunsten des Klimas verzichten zu wollen. Bei den formal Hochgebildeten sind es immerhin 53%.

Alle Daten wurden im Online Access Panel der respondi AG im Rahmen einer Online-Befragung erhoben. An der Befragung zwischen 03.06 und 19.06.2019 nahmen 1.102 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung (Alter 14-24 Jahre).

 

 

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Nicht schön
news-6952 Wed, 03 Jul 2019 10:14:53 +0200 Die Maschine steht still und es gibt keine E-Mails mehr https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106952die-maschine-steht-still-und-es-gibt-keine-e-mails-mehr/ E. M. Forster (1879–1970) gehört zu Englands bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Romane wie Wiedersehen in Howards End oder Zimmer mit Aussicht sind inzwischen Klassiker der Moderne. Seine dystopische Erzählung "Die Maschine steht still" ist erst vor kurzem im englischsprachigen Raum von Lesern wiederentdeckt worden. 1909 veröffentlicht - also Jahrzehnte, bevor es die ersten Computer gab - beschreibt sie die heutige digitale Transformation sowie Auswirkungen und Gefahren für uns Menschen in fast schon prophetischer Form.

In E. M. Forsters Dystopie leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen und Kommunikationsangebeote der »Maschine« perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen oder körperlicher Nähe.

Man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch, das letzte Stück gedrucktes Papaier, ist zu einer Art Bibel geworden. Die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können.

Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen ...

Ein literarischer SF-Hammer und eine klare Lesenempfehlung für einen schönen Sommerabend. Ein dickes Lob auch für das wundervolle Buchcover.

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Kommentar
news-6950 Wed, 03 Jul 2019 09:38:45 +0200 Readly steigert Umsatz um 54 Prozent https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106950readly-steigert-umsatz-um-54-prozent/ Die Umsätze des - nach eigenen Angaben - europäischen Marktführers für Abonnements digitaler Zeitschriften Readly sind 2018 gegenüber dem Vorjahr um 54 Prozent von 12 Millionen EURO auf 19 Millionen EURO gestiegen. Gleichzeitig hat die Wachstumsstrategie zu einem "geplanten Verlust" von 10 Millionen EURO geführt. Readly ist eine digitale Plattform, die ihren Nutzern unbegrenzten “all-you-can-read” Zugriff auf mehr als 4.000 nationale und internationale Magazine in einer App ermöglicht. Die Zeitschriften können gelesen, heruntergeladen und gespeichert werden.

Mit dem Geld expandierte Readly 2018 in die Schweiz und die Niederlande. Das Content-Portfolio wurde um 830 Titel erweitert. Aktuell haben die Readly-Nutzer Zugriff auf mehr als 4.000 internationale Magazine. In Deutschland wurden im zweiten Quartal 8,8 Millionen bezahlt gelesene Magazinausgaben gezählt. Verlage verdienen mit jedem Nutzer, der in den alten und aktuellen digitalen Ausgaben seiner Titel blättert.

Zwei wichtige Produktentwicklungen wurden 2018 eingeführt: Readly Exclusive, also exklusive Inhalte, die nur für Readly-Nutzer verfügbar sind, und in Schweden Readly Ads, ein Anzeigen- und Daten-Tool für Publisher. Maria Hedengren, CEO von Readly: „Wir haben erheblich in den Aufbau unserer Kundenbasis und unsere globale Expansion investiert. Unser Fokus liegt darauf, in Europa weiter zu wachsen, indem wir die Zahl der Abonnenten kontinuierlich erhöhen und unsere Plattform um inspirierende, ansprechende und unterhaltsame Inhalte erweitern sowie den Markt über das digitale Lesen informieren."

2019 schaffte es Readly in die Top 200 des Financial Times Rankings der am schnellsten wachsenden europäischen Unternehmen. Vor zwei Wochen schloss Readly eine Investitionsrunde über 15 Mio. EURO ab – angeführt von AP3 (Third Swedish National Pension Fund), Zouk Capital und der Swedbank Robur. An der Finanzierung waren weitere neue und bestehende Investoren beteiligt.

Readly wurde 2012 in Schweden gegründet und hat Büros in Stockholm, London und Berlin sowie eine Nutzerbasis in mehr als 50 Ländern.

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Meldung des Tages
news-6949 Tue, 02 Jul 2019 10:37:49 +0200 MagentaTV setzt auf Humor https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106949magentatv-setzt-auf-humor/ MagentaTV bringt ab dem 1. August 2019 zwei neue Comedy-Serien: „Das Institut – Oase des Scheiterns“ startet mit der zweiten Staffel seine Erstausstrahlung bei MagentaTV. Die deutschsprachige Produktion bietet acht neue Folgen. Hier tobt der Kampf der Kulturen weiter. Aber "Das Institut" holt zum Gegenschlag aus. Die Belegschaft in Zentralasien stürzt sich kopfüber in neue Abenteuer und frische Fettnäpfchen. Abermals beißen sich die sechs Unglücksritter die Zähne daran aus, das Volk von Kisbekistan für die deutsche Kultur zu begeistern. Jedes Mittel ist ihnen dazu recht. Draußen warten unliebsame Terroristen, Giftschlangen und impertinente Couchsurfer. Drinnen geht es zwischen den Mitarbeitern ans Eingemachte. Die zweite Staffel wurde von Novafilm Fernsehproduktion im Auftrag des Bayerischen Rundfunks (BR) (sowie WDR und NDR) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom realisiert. Auf dem diesjährigen Filmfest München werden drei Episoden der neuen Staffel vorab gezeigt.

Die dritte Staffel von „Better Things“ führt das Humorformat mit Pamela Adlon weiter fort. Für ihre Rolle als alleinerziehende Mutter von drei Kindern wurde sie bereits für zwei Emmy Awards als Hauptdarstellerin in einer Comedy Serie nominiert. Sam Fox (Pamela Adlon) ist Schauspielerin mit einer großen Klappe. Als alleinerziehende Mutter lebt sie mit ihren drei Töchtern May (Mikey Madison), Frankie (Hannah Alligood) und Duke (Olivia Edward) in Los Angeles. Aber Sam hat auch ein Auge auf ihre eigene Mom Phil (Celia Imrie), eine exzentrische Britin, die im Haus gegenüber wohnt. Ob sie darum kämpft, ihre Töchter in der Nähe zu halten oder versucht, eine von ihnen aus dem Haus zu bekommen – Sam nähert sich jeder Herausforderung mit viel Liebe, Ehrlichkeit und Humor.

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News
news-6948 Tue, 02 Jul 2019 10:31:44 +0200 Bundeskartellamt nimmt sich Amazon und Facebook vor https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106948bundeskartellamt-nimmt-sich-amazon-und-facebook-vor/ Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, hat laut einer Pressemeldung der Behörde den „Tätigkeitsbericht 2017/2018“ sowie die Broschüre „Jahresbericht 2018“ der Behörde vorgestellt. Die Vorlage des Tätigkeitsberichts erfolgt alle zwei Jahre. Mit ihm kommt das Amt seiner Berichtspflicht gegenüber dem Deutschen Bundestag nach, dem der Bericht zur Kenntnisnahme und Aussprache vorgelegt wird. Mundt: „Wir haben eine klare digitale Agenda. Gegenüber großen Internetplattformen verfolgen wir im Wesentlichen zwei Ziele: Wir wollen die Märkte für den Wettbewerb offen halten und das Ausnutzen von Marktmacht gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern verhindern. In Sinne dieser Agenda hat auch unsere Entscheidung gegen Facebook, die Sammlung persönlicher Daten zu begrenzen, eine unmittelbar den Verbraucher schützende Komponente. Und wir tragen dafür Sorge, dass Wettbewerber, die nicht den gleichen Datenzugang haben wie Facebook, in Zukunft gestärkt werden. Zum Schutz des Wettbewerbs treiben wir unser Verfahren gegen Amazon wegen seiner Geschäftsbedingungen gegenüber den auf dem Amazon Marketplace tätigen Händlern voran. Zum besseren Verständnis digitaler Märkte erarbeiten wir gemeinsam mit der französischen Wettbewerbsbehörde ein umfassendes Papier zum Thema „Wettbewerb und Algorithmen“ und wir treiben unsere Sektoruntersuchung zum Thema „Online-Werbung“ voran. Einen klaren Bezug zur digitalen Wirtschaft haben auch unsere drei Sektoruntersuchungen mit rein verbraucherrechtlichem Hintergrund zu den Themen „Online-Vergleichsportale“, „Smart-TVs“ und „Einsatz von Nutzerbewertungen auf digitalen Portalen“.“

Im Frühjahr 2019 hat das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Facebook abgeschlossen und dem Unternehmen Vorgaben gemacht, die Daten der Nutzer künftig nicht mehr aus verschiedenen Quellen sammeln und zusammenführen zu dürfen (siehe PM des Bundeskartellamtes vom 7. Februar 2019). Nachdem Facebook Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt hat, wird dazu im Laufe dieses Jahres eine erste Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf erwartet.

Aufgrund zahlreicher Beschwerden führt das Bundeskartellamt derzeit u.a. ein Verfahren gegen Amazon, um die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de zu überprüfen. Nach dem gemeinsam mit der Autorité de la concurrence, der französischen Schwesterbehörde des Bundeskartellamtes, erarbeiteten Papier zum Thema „Big Data im Wettbewerbsrecht“ erarbeiten beide Behörden derzeit gemeinsam ein weiteres Papier zum Thema „Bedeutung von Algorithmen im Wettbewerbsrecht“. Eine Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes zum Thema Online-Werbung soll ein besseres Verständnis der digitalen Werbemärkte ermöglichen.

Im Sommer 2017 hat der Gesetzgeber dem Bundeskartellamt erste Kompetenzen für einen behördlichen Verbraucherschutz eingeräumt. Die Behörde kann Untersuchungen einleiten. Eingriffsmöglichkeiten auf der Grundlage des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sind dem Bundeskartellamt für diesen Bereich hingegen bislang nicht übertragen worden. Eine neu eingerichtete Abteilung hat seitdem eine Sektoruntersuchung zur Transparenz und Fairness von Vergleichsportalen abgeschlossen sowie weitere Sektoruntersuchungen zum Umgang mit den Nutzerdaten bei Smart-TVs und eine Untersuchung zu Nutzerbewertungen im Internet eingeleitet.

Andreas Mundt: „Wir haben bei den Vergleichsportalen Defizite offengelegt, die wir nicht abstellen können. Weitere Untersuchungen laufen bei Smart-TVs und zu Nutzerbewertungen. Es wäre sicher im Sinne der Verbraucher, wenn der Gesetzgeber einen zweiten Schritt gehen würde und uns gewisse Eingriffsbefugnisse gerade mit Blick auf die digitale Wirtschaft einräumen würde.“

Den Tätigkeitsbericht 2017/2018 sowie den Jahresbericht 2018 ist auf der Internetseite des Bundeskartellamtes hier abrufbar.

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News
news-6945 Mon, 01 Jul 2019 12:29:00 +0200 Facebook entwickelt sich zum 50+ Medium? https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106945facebook-entwickelt-sich-zum-50-medium/ Der einstige Social Media Platzhirsch Facebook ist laut der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor auf den dritten Platz unter den meistgenutzten Sozialen Medien abgerutscht. Der Marktanteil des Netzwerks schrumpfte demnach innerhalb eines Jahres um sieben Prozentpunkte: Nur noch 69 Prozent der Onliner in Deutschland nutzen das Social-Media-Urgestein. Besonders dramatisch sei der Absturz bei den jüngsten Zielgruppen: Mit 49 Prozent ist zum ersten Mal nicht einmal mehr jeder zweite Internet-Nutzer zwischen 16 und 19 Jahren bei Facebook unterwegs. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

Unter diesen Teenagern hat sich der Marktanteil des sozialen Netzwerks damit innerhalb von nur fünf Jahren nahezu halbiert - 2014 nutzten noch 92 Prozent der Onliner in dieser Altersgruppe Facebook. Der Anteil der Facebook-Nutzer sei aber nicht nur unter Teenagern, sondern in fast allen Altersgruppen rückläufig. Einzig bei den 50-59jährigen Internet-Nutzern konnte Facebook von 73 auf 75 Prozent  zulegen. Das meistgenutzte Soziale Medium ist Facebook nur noch bei den ab 50jährigen.

Der ebenfalls zu Facebook gehörende Social-Media-Dienst Instagram hat dagegen in allen Altersgruppen zugelegt und erreicht inzwischen sogar 85 Prozent der Internet-Nutzer zwischen 16 und 19 Jahren. YouTube und WhatsApp sind mit je 92 Prozent die einzigen Sozialen Medien, die noch mehr Nutzer in dieser Altersgruppe aufweisen können als Instagram. Aber WhatsApp ist ebenso wie Instagram längst vom Facebook-Imperium vereinnahmt worden.
 

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Meldung des Tages
news-6946 Mon, 01 Jul 2019 11:02:30 +0200 Zweite Runde für "die wohngemeinschaft" auf Mallorca https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106946zweite-runde-fuer-die-wohngemeinschaft-auf-mallorca/ Vom Stimmbruch zum Studium, über das soziale Projekt im Tierheim hin zur fertig ausgebildeten Krankenschwester: Es hat sich was getan im Leben der früheren "Jungs-WG"- und "Mädchen-WG"-Bewohner*innen. In "die wohngemeinschaft – Mallorca" wagen mit Louisa, Maja, Ella (früher bekannt als Buse), Jonas und Danny fünf der ehemaligen Protagonist*innen ein Experiment: Sie treffen sich ab Dienstag, den 2. Juli 2019, wieder und beziehen eine WG auf Mallorca. Neue Folgen werden immer dienstags und donnerstags um 15.15 Uhr auf YouTube und funk.net veröffentlicht.

Denn jetzt dürfen die jungen Erwachsenen all das tun, was ihnen mit 14 Jahren nicht erlaubt war. Mit dem eigenen Auto über die Insel cruisen oder gemeinsam feiern bis tief in die Nacht? Kein Problem mehr. Zudem warten viele spannende Aktionen auf die Crew. Aber auch nostalgische Rückblicke auf die Highlights der früheren "WG"-Staffeln dürfen natürlich nicht fehlen. Was halten die Protagonist*innen heute von ihren einstigen Diskussionen über die große Liebe, Berufspläne und das erste Mal? Wie haben sich ihre Ansichten über das Leben geändert? Und haben sie den WG-Haushalt inzwischen tatsächlich besser im Griff als früher?

2011 und 2012 hatten sie sich als Teenies der Herausforderung gestellt, von jetzt auf gleich auf eigenen Beinen zu stehen und das Erwachsensein zu proben: Jeweils einen Monat verbrachten die damals 14-Jährigen ganz ohne Eltern auf der Ferieninsel Mallorca. In den Dokuserien "Die Jungs-WG" und "Die Mädchen-WG", die vom ZDF produziert und bei KiKA ausgestrahlt wurden, meisterten sie verschiedene Hürden im Zusammenleben. Sie lernten, dass sich Haushalt, Einkauf oder Freizeit gar nicht so einfach gestalten, wenn man zwar alles selbst bestimmen kann, aber auch selbst organisieren muss.

"die wohngemeinschaft - Mallorca" wird im Auftrag des ZDF für funk von E+U TV, unterstützt von ZDFdigital, produziert

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News
news-6947 Mon, 01 Jul 2019 10:06:00 +0200 TV-Tipp: Beachvolleyball-Weltmeisterschaft live im ZDF https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106947tv-tipp-beachvolleyball-weltmeisterschaft-live-im-zdf/ Das ZDF berichtet online und im Hauptprogramm von der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft, die bis Sonntag, 7. Juli 2019, am Hamburger Rothenbaum ausgetragen wird. Zu den Höhepunkten zählen die Übertragungen der Frauen-Wettbewerbe am Samstag, 6. Juli 2019: Auf dem Programm von "ZDF SPORTextra" stehen live ab 13.00 Uhr das Spiel um Platz 3 sowie ab 15.15 Uhr das Finale. Ob Titelverteidigerin Laura Ludwig mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch bei der Heim-WM die Finalrunde erreichen kann, muss sich zeigen. ZDF-Live-Reporter im Tennisstadion Am Rothenbaum ist Martin Hüsener.

Bereits in der WM-Gruppenphase können zahlreiche Begegnungen im Livestream bei zdfsport.de verfolgt werden: am Montag, 1. Juli 2019, ab 19.15 Uhr das Spiel Karla Borger/Julia Sude gegen Alix Klineman/April Ross aus den USA und ab 20.30 Uhr das Aufeinandertreffen von Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur und den Italienerinnen Marta Menegatti/Orsi Toth. Am Donnerstag, 4. Juli 2019, sind die wichtigsten Spiele am Nachmittag und Abend im ZDF-Livestream abzurufen. Dazu kommen am Samstag, 6. Juli 2019, um 17.00 und 18.30 Uhr die Halbfinals der Männer.

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news-6944 Sat, 29 Jun 2019 12:12:53 +0200 Fehlentscheidung: USK erlaubt Hakenkreuze https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106944fehlentscheidung-usk-erlaubt-hakenkreuze/ Die Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH (USK) hat entscheiden, die englischsprachige Originalversion des Ego-Shooters „Wolfenstein: Youngblood“ für den deutschen Markt zuzulassen. Darin kämpft man nach Angaben des Herausgebers in einem fiktiven Paris der 1980er Jahre gegen Nazi-Besatzer. Die Originalversion verwendet dabei gesetzlich verbotene nationalsozialistische Symbole wie das Hakenkreuz oder SS-Runen. Begründet wird die USK-Freigabe laut Pressemeldung der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holsteinmit mit "der Sozialadäquanz der Verwendung dieser in Deutschland strafrechtlich verbotenen Symbole". Sozialadäquanz bedeutet, dass nach § 86a Abs. 3 Strafgesetzbuch (StGB) grundsätzlich unzulässige Symbole in einem Angebot verwendet werden dürfen, sofern es der staatsbürgerlichen Aufklärung in Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre oder der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens und der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.

Lothar Hay, Medienratsvorsitzender der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH): „Die Entscheidung der USK, die Verwendung von Nazi-Symbolen zu erlauben, kann ich gerade angesichts der jetzigen politischen Lage in keiner Weise nachvollziehen. Ohne Not wird hier in einem explizit gewaltgeprägten Shooter-Spiel allein zur Steigerung des Spielreizes die Verwendung von Nazi-Symbolen zugelassen. Die USK fällt mit dieser Entscheidung hinter ihre eigene Aussage zurück, die Sozialadäquanz ‚mit großer Sorgfalt, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein‘ zu prüfen. Es bestätigt sich leider, was wir im letzten Jahr bereits befürchtet haben. Der Vertrauensvorschuss, den die USK für sich in Anspruch genommen hat, ist mit dieser Entscheidung verspielt. Denn ‚Wolfenstein: Youngblood‘ trägt in keiner Weise dazu bei, das Zeitgeschehen kritisch aufzuarbeiten. Die USK-Entscheidung ist besonders unverständlich, weil der Spielentwickler auch eine deutsche Version ohne NS-Symbole anbietet, da er mit dieser USK-Entscheidung offenbar selbst nicht gerechnet hatte“.

medienmilch.de stimmt der Beurteilung von Herrn Hay uneingestimmt zu und fragt sich ernsthaft, ob jemand bei der USK "Wolfenstein" wirklich kennt bzw. einmal durchgespielt hat. Diese Gamesreihe ist vieles, aber definitiv keine "staatsbürgerliche Aufklärung in Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre oder Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens und der Geschichte". Nein Sir, das ist eine klare Fehlentscheidung, die überdacht werden sollte, denn für Hakenkreuze und SS-Runen gelten andere Regeln.

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Kommentar
news-6943 Wed, 26 Jun 2019 08:09:35 +0200 Pastewka: Amazon startet Dreharbeiten zur letzten Staffe https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106943pastewka-amazon-startet-dreharbeiten-zur-letzten-staffe/ Pastewka startet in seine finale Reise – Amazon hat bekannt gegeben, dass die Dreharbeiten zur zehnten und letzten Staffel der mehrfach ausgezeichneten Sitcom-Serie beginnen. Pastewka zählt zu den beliebtesten und renommiertesten Comedy-Serien auf dem deutschen Markt. In zehn Folgen mit neuen, unverwechselbar lustigen und skurrilen Geschichten werden die Zuschauer zum letzten Mal an den Höhen und Tiefen der Pastewka-Familie teilhaben. Die finale Staffel mit Bastian Pastewka in seiner Paraderolle ist ab 2020 exklusiv bei Amazon Prime Video für Prime-Mitglieder verfügbar.

Mit Anne (Sonsee Neu), Hagen (Matthias Matschke), Frau Bruck (Bettina Lamprecht), Kim (Cristina do Rego), Regine (Sabine Vitua) sowie Familienoberhaupt Volker (Dietrich Hollinderbäumer) an seiner Seite, beweist Bastian Pastewka erneut, dass er die Königsdisziplin der Comedy wie kein anderer beherrscht.

„Liebe Leute! Also! Wir fangen jetzt einfach mal fröhlich an, unsere Lieblingsserie zu Ende zu drehen. Pastewka geht ab sofort in die Produktion der Staffel 10 und es erwartet mich ein letzter heißer Sommer mit Anne, Kim, Hagen, Papa, Mafalda und der ollen Bruck. Und einem roten Auto. Ein letzter Trip in 10 Folgen - eine davon mit spektakulärer Überlänge, das hat Regine noch schnell klargemacht. Wir beeilen uns mit unserer Goodbye-Season und melden uns, sobald wir wissen, wann der letzte Porreeauflauf bereit ist. Bis dahin verbleibt hochachtungsvoll: Ihr Bastian Pastewka (dieser Text wurde natürlich von Esther geschrieben)!“

Pastewka ist ein Amazon Original, produziert von BRAINPOOL Pictures im Auftrag von Minestrone TV, ausführender Produzent ist Tobi Baumann. Die Drehbücher stammen von Sascha Albrecht, Bastian Pastewka, Claudius Pläging und Stefan Stuckmann. Erik Haffner und Markus Sehr sind die Regisseure des Amazon Originals.

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Meldung des Tages
news-6942 Wed, 26 Jun 2019 08:01:04 +0200 c’t wirbt provokant https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106942ct-wirbt-provokant/ Die c’t, nach eigenen Angaben Europas größtes IT- und Tech-Magazin, startet eine neue Werbekampagne. Die hannoversche Kommunikationsagentur neuwaerts hat eine skalierbare Kampagne entwickelt, die "für alle Marketingkanäle" funktionieren soll. Ziel sei es, die Bekanntheit der Marke c’t zu erhöhen, "vor allem bei der jüngeren Zielgruppe".

Die Kampagne hat drei Kernelemente, mit denen sie das Selbstverständnis der c’t aufgreift. Die Farbe blau, eine Punchline und eine blaue Figur. Die Farbe blau steht für Technikaffinität, die Punchline ist ein kurzer selbstbewusst formulierter Nerd-Spruch und die blaue, stilisierte Figur symbolisiert den Absender: die c’t-Redaktion. „Dabei verkörpert die Figur den Charakter der zugeordneten Punchline. Jede Pose versteht sich als visualisierte Tonalität und unterstützt damit die Aussage der Punchline“, beschreibt Florian Braun von Agentur neuwaerts das Konzept. „Mit der Blue-Man-Group hat das allerdings wenig zu tun – statt pulsierenden Beats gibt es provokante Sprüche.“

Die neue Imagekampagne soll vor allem über Social Media transportiert werden, um zum einen mit c’t-Fans und zum anderen mit poten­tiellen Lesern zu interagieren. Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Landingpage ct.de/wir, die neben Informationen zum Heft, Abo- und News­letter-Möglichkeiten auch auf ein Video verlinkt. Zusätzlich zu den Online-Aktivitäten entwickelte die Agentur Sticker, Gifs und Merchandise-Produkte.

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news-6941 Fri, 21 Jun 2019 16:34:26 +0200 Erste westdeutsche Nachrichtensprecherin gestorben https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106941erste-westdeutsche-nachrichtensprecherin-gestorben/ Wibke Bruhns schrieb Fernsehgeschichte, als sie im Mai 1971 als erste Frau im westdeutschen Fernsehen eine Nachrichtensendung präsentierte, die ZDF-"heute"-Nachrichten. Im Alter von 80 Jahren ist die engagierte Journalistin nun am 20. Juni 2019 laut einer ZDF-Pressemeldung gestorben. ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey: "Wibke Bruhns war eine Frau mit Haltung und dem Mut einer Pionierin. Mit ihrer Hartnäckigkeit und Leidenschaft hat sie als erste Frau den ZDF-'heute'-Nachrichten ihr Gesicht gegeben und damit Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie viele in der Medienwelt beeindruckt. Mir persönlich hat sie mit ihrem Buch 'Meines Vaters Land' eindringlich den Weg einer deutschen Familie zwischen Widerstand und Anpassung in der Zeit des Nationalsozialismus vermittelt. Ihre Hinweise zur Entwicklung des Fernsehens waren bis zuletzt sehr wertvoll für mich."

Bruhns wurde am 8. September 1938 in Halberstadt geboren und wuchs wegen der diplomatischen Laufbahn ihrer Mutter unter anderem in Stockholm, Kopenhagen und London auf. Nach dem Studium begann sie ein Volontariat bei "Bild", das sie 1961 aus politischen Gründen abbrach.

1962 kam Wibke Bruhns als Redakteurin zum ZDF. Am 12. Mai 1971 war sie erstmals in einer Spätausgabe der Nachrichten auf dem Bildschirm zu sehen und präsentierte wenig später, am 24. Mai 1971, als erste Frau die ZDF-Hauptnachrichtensendung "heute". Was zunächst großes Aufsehen erregte, wurde für die Zuschauer im Laufe von 380 Sendungen zur Selbstverständlichkeit. 1973 verließ Wibke Bruhns das ZDF.

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news-6940 Fri, 21 Jun 2019 16:21:50 +0200 Cloud-Monitor 2019: Datenschutz ist ein Top-Kriterium https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106940cloud-monitor-2019-datenschutz-ist-ein-top-kriterium/ Cloud Computing wächst so stark wie nie in Deutschland: Im Jahr 2018 nutzten drei von vier Unternehmen (73 Prozent) Rechenleistungen aus der Cloud. Im Vorjahr waren es erst zwei Drittel (2017: 66 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 553 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland. Weitere 19 Prozent planen oder diskutieren den Cloud-Einsatz. Nur für 8 Prozent der Unternehmen ist die Cloud immer noch kein Thema.


Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. So nutzte im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) Private-Cloud-Anwendungen, gut ein Drittel (35 Prozent) setzte auf Public-Cloud-Lösungen.

Mehr als die Hälfte der Cloud-Nutzer (57 Prozent) gibt an, dass der Cloud-Einsatz einen großen Beitrag zur Digitalisierung des Unternehmens insgesamt leistet. Für die Digitalisierung interner Prozesse sagen dies 52 Prozent und ein Viertel (24 Prozent) gesteht dem Cloud Computing einen großen Beitrag für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu.

Wer Cloud-Anwendungen nutzt oder damit plant, für den ist Datenschutz das Top-Kriterium, wenn es um die Auswahl eines Cloud-Dienstleisters geht. Fast alle Unternehmen (90 Prozent) geben an, dass für sie die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. Für acht von zehn (79 Prozent) ist eine transparente Sicherheitsarchitektur essentiell, drei Viertel (76 Prozent) sehen die Integrationsfähigkeit der Lösungen als Must-have. Auch die Standortfrage beschäftigt die Cloud-Nutzer und -Planer. Für jeweils zwei Drittel müssen der Hauptsitz des Cloud-Anbieters (67 Prozent) sowie das Rechenzentrum im Rechtsgebiet der EU sitzen (66 Prozent).

Zwar ist die Public Cloud im Vergleich noch nicht so weit verbreitet, die Public-Cloud-Anwender machen jedoch größtenteils positive Erfahrungen. Acht von zehn (80 Prozent) sehen dadurch eine schnellere Skalierbarkeit ihrer IT-Leistungen. Drei Viertel (76 Prozent) bestätigen eine Verbesserung beim ortsunabhängigen Zugriff auf ihre IT. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat die Public Cloud die eigene Datensicherheit verbessert. Jeder fünfte Anwender (18 Prozent) gibt an, dass durch die Public Cloud die IT-Kosten abgenommen haben. Der IT-Verwaltungsaufwand ist für gut ein Drittel (37 Prozent) geringer geworden, für ebenso viele hat der Aufwand durch die Public Cloud aber auch zugenommen (36 Prozent).

Im Hinblick auf die Bedienung neuer digitaler Technologien aus der Cloud sind Anwendungen im Bereich Internet der Dinge (IoT) bzw. Industrie 4.0 derzeit der häufigste Einsatzort für Public-Cloud-Lösungen. So arbeitet ein Fünftel derjenigen Unternehmen (20 Prozent), die die Public Cloud nutzen, damit planen oder über den Einsatz diskutieren, mit der Public Cloud im IoT-Bereich. 15 Prozent haben die Public Cloud für E-Commerce-Anwendungen aktiviert, jedes neunte dieser Unternehmen benötigt die Public Could für Data-Management-Plattformen (11 Prozent). Nur wenige setzen bereits auf Schlüsseltechnologien aus der Public Cloud wie Künstliche Intelligenz (2 Prozent) oder Blockchain (1 Prozent).

Wer noch keine Public-Cloud-Lösungen einsetzt, sorgt sich vor allem um die Sicherheit seiner Daten. Fast drei Viertel der Nichtnutzer (73 Prozent) fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, im Vorjahr nannten dies nur 63 Prozent als Grund. Zwei Drittel (64 Prozent) haben Angst vor Datenverlusten, jeder zweite Nichtnutzer (51 Prozent) vermutet eine unklare Rechtslage. Für zwei von fünf (43 Prozent) bestehen Zweifel an der Integrationsfähigkeit der Public-Cloud-Lösungen mit der internen IT. Dagegen lässt die grundsätzliche Skepsis gegenüber der Public Cloud in den Unternehmen weiter nach: Nur noch jeder fünfte Nichtnutzer (22 Prozent) berichtet von internem Widerstand (2017: 35 Prozent).

Weitere Informationen zum Thema Cloud Computing sowie der vollständige Bericht „Cloud-Monitor 2019“ sind verfügbar unter https://hub.kpmg.de/cloud-monitor-2019

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news-6939 Fri, 21 Jun 2019 10:35:56 +0200 Produktinformationen: Sechs Arten von Verbrauchern https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106939produktinformationen-sechs-arten-von-verbrauchern/ Wo informieren sich Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen? Für 59 Prozent der volljährigen Verbraucher in Deutschland sind Onlinemedien im Web 1.0 die meistgenutzte Quelle für solche Produktinfos. Nur noch 22 Prozent nutzen hingegen dafür traditionelle Medien wie Zeitungen und Fernsehen. Welcher Kanal und welcher Stil im Einzelfall die richtige Wahl für eine erfolgreiche Kundenansprache ist, hängt von der jeweiligen Zielgruppe ab. 85 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren lassen sich dabei einer von sechs Gruppen von Konsumenten zuordnen, die sich in ihrem Informationsverhalten grundsätzlich voneinander abgrenzen. Das zeigt die Auswertung einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Deutschen ab 18 Jahren für die Studie "Wege zum Verbraucher 2020" von der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor in Kooperation mit dem Marktforscher Toluna und der dpa-Tochter news aktuell.

Nr. 1: Der zielstrebige Traditionalist
16 Prozent der erwachsenen Deutschen gehören dieser Gruppe an, darunter Männer und Frauen zu etwa gleichen Teilen. Zielstrebige Traditionalisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie klassische Medien anderen Medientypen vorziehen und in diesen aktiv gezielt nach Produktinformationen suchen. 63 Prozent der zielstrebigen Traditionalisten sind 50 Jahre oder älter, ein Drittel bereits in Rente oder Pension. Um ihr Interesse zu wecken, müssen Informationen vor allem seriös und frei von Wertungen aufbereitet sein.

 

Nr. 2: Der aufgeschlossene Traditionalist
Auch aufgeschlossene Traditionalisten beziehen Informationen zu Produkten und Dienstleistungen überwiegend aus klassischen Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und TV. Aber sie suchen nicht systematisch danach, sondern stoßen während ihres Medienkonsums eher zufällig darauf. Die aufgeschlossenen Traditionalisten sind im Schnitt fast fünf Jahre jünger als ihre zielstrebigen Gegenstücke, dennoch befindet sich auch in dieser Gruppe bereits jeder Dritte im Ruhestand. 52 Prozent sind mindestens 50 Jahre alt, mit 31 Prozent ist aber auch fast ein Drittel von ihnen noch unter 40. Männer überwiegen in dieser Gruppe geringfügig. Sechs Prozent der volljährigen Verbraucher entsprechen dem Typ aufgeschlossener Traditionalist. Sie sprechen überdurchschnittlich stark auf Fotos, eine persönliche Ansprache und eine lustig-unterhaltsame Darstellung an.

 

Nr. 3: Der systematische Onliner
Die systematischen Onliner machen mit 27 Prozent den größten Anteil deutschen Konsumgesellschaft aus. Systematische Onliner suchen überwiegend in herkömmlichen Internet-Medien jenseits des Social Web gezielt nach Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Auch in dieser Gruppe sind mit 55 Prozent mehr als die Hälfte mindestens 50 Jahre alt und ein Drittel bereits im Ruhestand. Um das Interesse der systematischen Onliner zu finden, müssen Informationen nicht nur seriös und neutral aufbereitet sein, sondern auch tief ins Detail gehen.

 

Nr. 4: Der effizienzorientierte Onliner
Die effizienzorientierten Onliner stellen mit 19 Prozent die zweitgrößte Gruppe der Konsumenten in Deutschland. Sie gleichen in ihrem Informationsverhalten weitgehend den systematischen Onlinern, werden dabei aber von zu vielen Details eher abgeschreckt. Sie bevorzugen stattdessen kompakte Zusammenfassungen. 37 Prozent der effizienzorientierten Onliner sind noch keine 40 Jahre alt. Dennoch hat auch in dieser Gruppe die Hälfte ihren fünfzigsten Geburtstag bereits hinter sich.

 

Nr.  5: Der aufgeschlossene Onliner
Die aufgeschlossenen Onliner bilden die jüngste Gruppe, die Produktinformationen überwiegend aus Medien im Web 1.0 beziehen. Mit 49 Prozent ist gut jeder Zweite von ihnen zwischen 18 und 39 Jahren alt; älter als 50 ist hingegen nur jeder Dritte. Insgesamt entsprechen 13 Prozent der volljährigen Verbraucher in Deutschland diesem Typus. Aufgeschlossene Onliner suchen in der Regel nicht aktiv nach Produktinformationen, sondern stoßen überwiegend beim Surfen im Web eher beiläufig darauf. Trotzdem sind aufgeschlossene Onliner nicht durch Effekthascherei zu begeistern, sondern legen starken Wert auf eine seriöse Informationsaufbereitung.

 

Nr.6: Der Netzwerker
Netzwerker sind die einzige Art von Verbrauchern, die Produktinformationen überwiegend per Social Media beziehen. Sie wenden sich vor allem Informationen zu, die visuell, unterhaltsam und
emotional aufbereitet sind und sie persönlich ansprechen. Nur 14 Prozent der Netzwerker sind über 50, zwei Drittel hingegen noch nicht einmal 40 Jahre alt. Netzwerker bilden damit die jüngste Gruppe von Verbrauchern in Deutschland - gleichzeitig aber auch die kleinste. Lediglich vier Prozent der volljährigen Konsumenten in Deutschland entsprechen diesem Typus. Selbst bei den Jüngsten spielen Soziale Medien deswegen die kleinste Rolle, wenn es um Informationen zu Produkten und Dienstleistungen geht - selbst klassische Medien wie Zeitungen und Fernsehen erreichen doppelt so viele Verbraucher zwischen 18 und 29 Jahren.

Weitere Informationen und Illustrationen zu den Sechs Arten von Verbrauchern sind hier online abrufbar.
 

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Meldung des Tages
news-6938 Sat, 15 Jun 2019 11:08:00 +0200 DJV fordert sofortige Freilassung von Whistleblower Assange https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106938djv-fordert-sofortige-freilassung-von-whistleblower-assange/ Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die britischen Behörden in einer Pressemeldung auf, den Whistleblower Julian Assange "unverzüglich auf freien Fuß zu setzen". „Dem Wikileaks-Gründer wird etwas vorgeworfen, was nicht als strafbare Handlung geahndet werden darf: Beihilfe zum Landesverrat durch Veröffentlichungen“, so DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall. Der Bundesaußenminister müsse seinen Einfluss geltend machen und sich für Assanges Freilassung einsetzen. Auf keinen Fall dürfe der Whistleblower an die USA ausgeliefert werden.

Überall: „Den Amerikanern geht es um Rache, nicht um einen fairen Umgang mit Julian Assange.“ Überall erinnert in dem Zusammenhang an die Forderung des damaligen Bundesjustizministers Heiko Maas in der Netzpolitik-Affäre, die Beihilfe zum Landesverrat als Delikt ersatzlos zu streichen. Die Affäre um das Portal Netzpolitik.org war 2015 durch den damaligen Generalbundesanwalt Harald Range ausgelöst worden. Der Bundesjustizminister hatte seinerzeit angekündigt, dass Beihilfe zum Landesverrat als Delikt aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden müsse. Überall: „Das ist bis heute nicht geschehen. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg bringt.“ Es gelte schließlich auch, internationale Standards der Vereinten Nationen zum Schutz von Whistleblowern umzusetzen.

 

 

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Meldung des Tages
news-6937 Sat, 15 Jun 2019 11:03:00 +0200 pilot bringt Techniker Krankenkasse und ESL zusammen https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106937pilot-bringt-techniker-krankenkasse-und-esl-zusammen/ Die Techniker Krankenkasse (TK) ist ab sofort Gesundheitspartner des weltweit größten eSports-Unternehmens Electronic Sports League. Seit der Gründung im Jahr 2000 habe die ESL laut einer Pressemeldung der Agentur pilot die Branche mit zahlreichen Online- und Offline-Turnieren aufgebaut, "die inzwischen von Millionen Fans verfolgt und besucht werden. In diesen weltweit übertragenen Challenges messen sich international bekannte und prominente Profi-Spieler".

Bereits zur ESL One Hamburg, einem Live-Turnier, das vom 25. bis 27. Oktober 2019 stattfindet, soll die TK mit diversen Aktionen als Koop-Partner offiziell in Erscheinung treten, um Teams und Besucher aufzuklären und gesundheitlich zu beraten. Dabei stehe die Förderung der mentalen und körperlichen Verfassung sowie die Risikovorbeugung der Spieler und Anhänger im Mittelpunkt des Engagements.

Die TK will sich mit den neuen Kooperationen als starker Gesundheitspartner für "aktive Menschen" positionieren. Wer das im Zusammenhang mit Gamern vor 20 Jahren gesagt hätte, wäre ausgelacht worden. Angesprochen werden sollen vor allem Vertreter der Generation Z sowie Studenten. Beide Kooperationen starten im Juni 2019 und sind zunächst auf zwei Jahre angelegt. pilot hat für die TK in den vergangenen Jahren bereits die Kiez-Match-Kooperation mit dem FC St. Pauli initiiert und umgesetzt. Für das Thema eSport unterhält die Hamburger Agentur seit zwei Jahren eine eigene Unit, die kontinuierlich weiter ausgebaut wird.

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news-6936 Fri, 14 Jun 2019 10:58:51 +0200 Influencer Marketing: BVDW begrüßt Bemühungen der Bundesregierung https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106936influencer-marketing-bvdw-begruesst-bemuehungen-der-bundesregierung/ In den vergangenen Monaten haben verschiedene Urteile in Hinblick auf die Werbekennzeichnung durch Influencer laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. für große Verunsicherung gesorgt. Nach mehreren Urteilen unterschiedlicher Gerichte zur korrekten Kennzeichnung geposteter Inhalte durch Influencer herrsche - so eine Pressemeldung des Verbandes - "vor allem große Rechtsunsicherheit, da mitunter völlig unklar ist, welche Äußerungen in welchem Kontext als Werbung gekennzeichnet werden müssen".

Nachdem der BVDW in einer Stellungnahme bereits im April klare rechtliche Leitlinien für Influencer Marketing gefordert hatte, kündigte die Bundesregierung nun an, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen zu wollen. BVDW-Vizepräsidentin Anke Herbener (Digital Changers): „Die letzten Urteile haben die Branche so stark verunsichert, dass Influencer aus Angst vor Abmahnungen quasi jeden Post als Werbung kennzeichnen. Da so niemand mehr erkennen kann, bei welchen Inhalten es sich tatsächlich um Werbung handelt, wird die Kennzeichnung ad absurdum geführt.“ Insofern sei jeder Schritt zu mehr Rechtssicherheit ein Schritt in die richtige Richtung.

Aus Sicht des BVDW kristallisieren sich zwei Punkte heraus, die "dringend gesetzlich aufgegriffen und klar definiert werden müssten": Erstens die Klarstellung, bei welchen Inhalten es sich um Werbung handelt. „Aus unserer Sicht ist das sogar relativ simpel: Es muss in irgendeiner Form eine Gegenleistung erbracht worden sein. In allen anderen Fällen ist ein Post keine Werbung“, so Anke Herbener. Zweitens soll eine solche Regelung – im Gegensatz zur Entscheidung des Landgerichts München im Fall Hummels – dem Influencer auch eine freie Meinungsäußerung als Privatmensch zugestehen. „Allein wegen der Anzahl der Fans und Follower eine kommerzielle Absicht eines jeden Posts zu unterstellen, entbehrt jeglichem Realitätsbezug. Ein Influencer müsse - so der BVDW - "sich auch innerhalb seines Profils als Privatmensch bewegen und äußern können".

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news-6935 Mon, 10 Jun 2019 13:17:00 +0200 Instagram und Pinterest auf der Überholspur https://www.medienmilch.de/sahne/meldung-des-tages/artikel/details/106935instagram-und-pinterest-auf-der-ueberholspur/ esome, Media Outcome Manager Anbieter aus Hamburg, hat seine Social Media Market Insights für das erste Quartal 2019 veröffentlicht: Diese sollen anhand von Werbekampagnen, die durch esome auf den sozialen Netzwerken umgesetzt wurden, die Markt- und Preisentwicklung des vergangenen Quartals veranschaulichen und die Highlights auf den sozialen Plattformen für Werbetreibende vorstellen.

Demnach waren Werbekampagnen auf sozialen Netzwerken lange nicht mehr so preiswert wie im ersten Quartal des Jahres 2019. Im Vergleich zu dem turbulenten vierten Quartal 2018 wurde zu Beginn dieses Jahres ein deutlicher Rückgang der Werbebudgets auf den sozialen Netzwerken verzeichnet. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in niedrigeren Inventarpreisen (TKPs) wider. Diese sanken um 41 Prozent - für Videos sogar um über 52 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Ebenso wurde bei Betrachtung der Preisentwicklung innerhalb des gesamten letzten Jahres ein Rückgang des Tausend-Kontakt-Preises (TKP) um durchschnittlich 30 Prozent über alle Kampagnenziele, mit Ausnahme von Conversion-Kampagnen, registriert.

Das Highlight des vergangenen Quartals ist für Werbetreibende ganz eindeutig das Story-Placement auf den sozialen Plattformen. In den vergangenen Monaten etablierten sich Stories in den Mediaplänen der Werbetreibenden sämtlicher Branchen und so auch auf dem Online-Werbemarkt. Bereits 2018 stiegen die Werbeausgaben für die Platzierung „Story“ rasant. Das erste Quartal 2019 übertraf die Werbeausgaben des starken Q4|2018 sogar nochmal um über 21 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stiegen die Ausgaben für Stories sogar um mehr als das Vierfache.

Bei der Wahl des Call-to-Action-Buttons (CTA) haben Werbetreibende vielseitige Möglichkeiten, um die Anzahl der Klicks auf ihre Anzeigen zu steigern – die Unterschiede zwischen den Buttons liegen dabei oft nur im Detail. „Learn more“ ist der mit Abstand am häufigsten benutzte Call-to-Action-Button bei den Werbetreibenden auf den sozialen Netzwerken. Auf Grund der unspezifischen Aufforderung ist dieser generische Button sehr flexibel für unterschiedliche Werbeziele einsetzbar. Eine Analyse der Klick-Raten der verschiedenen Buttons aller auf Link-Klick optimierten Kampagnen der letzten zwölf Monate zeigte jedoch, das spezifischere Buttons deutlich besser performten. So überzeugten Buttons mit klaren Aufforderungen zum Kauf (Buy now/Shop now) oder zum Download durch bessere Klick-Raten und somit auch durch günstigere Kosten pro Klick.

Instagram befindet sich derzeit auf der Überholspur und bietet großes Potenzial für Werbetreibende in den kommenden Quartalen. In nur einem Jahr hat sich der Anteil der Werbeausgaben auf Instagram innerhalb des Facebook Universums verdreifacht. Der Anteil stieg im Jahr 2018 von ca. 10 Prozent zu Beginn des Jahres auf über 30 Prozent im vierten Quartal an. Dieser Trend setzte sich 2019 fort. Im ersten Quartal wurde sogar eine durchschnittliche Wachstumsrate von 35 Prozent erreicht. Dieses Nutzerwachstum und das geänderte Konsumverhalten vom Feed zur Story lassen einen fortschreitend positiven Trend im Verlauf des Jahres 2019 erwarten.

Ebenso wie Instagram wird Pinterest immer relevanter für Werbetreibende. Der Fokus auf visuelle Inhalte sowie die Möglichkeiten zum Retargeting und Conversion-Tracking machen die Plattform für Full Funnel Kampagnen attraktiv. Werbetreibende können die Entscheidungen der User so frühzeitig beeinflussen und den Weg von der ersten Aufmerksamkeit bis zum Kauf über den gesamten Marketing-Funnel ebnen.

In den nächsten Social Media Market Insights will esome die steigende Relevanz von Pinterest genauer betrachten und die Kampagnenperformance auf der Plattform analysieren. Außerdem soll untersucht werden, wie die Ostertage die Aktivitäten der Werbetreibenden beeinflussten und welche Osterüberraschungen es auf den sozialen Plattformen gab.

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Meldung des Tages
news-6934 Mon, 10 Jun 2019 13:12:00 +0200 Bitkom kritisiert geplante Behördenzugriffe https://www.medienmilch.de/quark/nicht-schoen/artikel/details/106934bitkom-kritisiert-geplante-behoerdenzugriffe/ Die Bundesregierung plant derzeit verschiedene Gesetzesänderungen mit dem Ziel, im Rahmen der Strafverfolgung besser auf verschlüsselte Kommunikationsdaten zugreifen zu können. Der Digitalverband Bitkom kritisiert diese Initiativen und befürchtet eine massive Schwächung der allgemeinen IT-Sicherheit in Deutschland. So setzen sich die Landesjustizminister dafür ein, dass Kommunikationsdaten künftig auch über den Mobilfunkstandard 5G abgeleitet und abgehört werden können. Dabei sieht die 5G-Technologie eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikation vor und verhindert durch neue Sicherheitsstandards bisher einfach mögliche Funkzellenabfragen. „Die Prävention und Verfolgung von Straftaten muss auch in einer vernetzten Welt möglich sein“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Genau deshalb sollte die Sicherheit der Netze oberste Priorität genießen. Man kann nicht einerseits laut über die Vertrauenswürdigkeit chinesischer Netztechnologie nachdenken und dann die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aushebeln. Über 5G werden schon in wenigen Jahren unsere Fabriken gesteuert, die Energieversorgung organisiert und auch Telemedizin angeboten. Die Politik sollte die festgelegten 5G-Sicherheitsstandards nicht nachträglich aufweichen.“

Ebenso kritisch sieht Bitkom das dem Vernehmen nach geplante Vorhaben der Bundesregierung, wonach die Sicherheitsbehörden demnächst Zugang zu Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chats und Telefonaten erhalten sollen. Messengerdienste müssten dadurch die Kommunikation von Nutzern protokollieren und auf richterliche Anordnung hin unverschlüsselt an Behörden weiterleiten. „Es ist ein Irrglaube, dass Sollbruchstellen in einer IT-Sicherheitsarchitektur dauerhaft kontrollierbar sind. Wer eine verschlüsselte Kommunikation bewusst aufweichen will, öffnet damit auch Cyberkriminellen Tür und Tor“, sagt Rohleder. Aus Sicht des Bitkom sollte es staatlichen Stellen nicht erlaubt sein, IT-Infrastrukturen und -Produkte gezielt zu schwächen. Ebenso sollten Hersteller nicht dazu verpflichtet werden können, Hintertüren für Behörden in ihre Produkte einzubauen. Umgekehrt sollte es eine Meldepflicht für staatliche Akteure geben, wenn ihnen Sicherheitslücken bekannt werden.

Geht es nach den Landesinnenministern, sollen Ermittlungsbehörden darüber hinaus auch besser auf Daten von vernetzen Geräten zugreifen können, um auf richterliche Anordnung hin sogenannte digitale Spuren für eine Deliktaufklärung zu sichern. Rohleder: „Sichere Kommunikation und das Vertrauen in digitale Dienste sind Schlüsselfaktoren der Digitalisierung. Fehlt dieses Vertrauen, werden innovative Anwendungen nicht mehr genutzt. Die Politik muss sorgfältig abwägen, wie sie die Forensik einerseits und den Schutz persönlicher Daten andererseits in der Balance hält. Sicherheitsbehörden benötigen eine bessere Ausstattung, mehr Leute und mehr digitale Fertigkeiten, nicht mehr Befugnisse.“

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Nicht schön
news-6933 Mon, 10 Jun 2019 12:57:00 +0200 Buchtipp: Medienethik https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106933buchtipp-medienethik/ Jeder, der in der Medienbranche tätig ist, sollte sich im Zusammenhang mit Fake News, Trollen und Schleichwerbung im Socail Media Bereich auch mit dem Thema Medienethik beschäftigen. Das gilt für Journalisten wie (Online) Marketing Fachleute gleichermaßen. Das neue utb-Fachbuch "Medienethik" von Christian Schicha gibt hier einen umfassenden und kompetenten Einstieg in das Thema. Das Buch beginnt mit einer kurzen Darstellung der Moralphilosophie und den normativen Kernbegriffen der Medienethik: Information, Öffentlichkeit, Authentizität, Inszenierung und Qualität.

Nach der Einführung in die Grundlagen der Medienethik zeigt der Autor dann auf kurzweilige Weise Medienskandale der Praxis auf. Die zahlreichen Praxisfälle zeigen wirksam das Spannungsfeld zwischen Ideal- und Praxisnormen, Werte-und Normensysteme des Medienhandelns sowie die Bezugsebenen medienethischer Verantwortung und Argumentation auf.

Danach behandelt er ausgewählte Spannungsfelder des Journalismus wie den Boulevardjournalismus, den Reisejournalismus, die Kriegsberichterstattung sowie die Amok- und Terrorberichterstattung. Aber auch digitale Reizthemen wie Internetethik und Social Bots fehlen nicht. Das Buch wird durch medienethische Initiativen und eine kommentierte Auswahlbibliografie zur Medienethik abgerundet.

Insgesamt ist das Werk eine praxisnahe Einführung in das wichtige Thema für alle, die im Medienbereich arbeiten und ihr Wissen auffrischen wollen und alle, die im Rahmen ihrer Ausbildung das Thema praxisnah vertiefen wollen.

Medienethik
Grundlagen – Anwendungen – Ressourcen
von Schicha, Christian
ISBN9783825251024
UTB-Titelnummer5102
Auflagennr.1. Aufl.
Erscheinungsjahr2019
Umfang 321 S.

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Kommentar
news-6932 Tue, 04 Jun 2019 10:43:00 +0200 Twitter: Social Bots sind nicht mehr von Menschen zu unterscheiden https://www.medienmilch.de/quark/bad-news/artikel/details/106932twitter-social-bots-sind-nicht-mehr-von-menschen-zu-unterscheiden/ Social Bots, automatisierte Software-Programme, die in sozialen Netzwerken menschliche Verhaltensmuster simulieren und teilweise als „Fake-Account“ auftauchen, sind in der Direktkommunikation mit UserInnen nicht von Menschen zu unterscheiden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von den WissenschaftlerInnen Ema Kušen und Mark Strembeck an der Wirtschaftsuniversität Wien. So können sie zum Beispiel für politische Stimmungsmache missbraucht werden und dabei leichter unerkannt bleiben.Die beiden WissenschaftlerInnen untersuchten anhand von 4,4 Millionen Tweets, wie Social Bots die Stimmung im Netz beeinflussen und wie sie ihr Verhalten bei der Direktkommunikation mit anderen UserInnen ändern.

Die Ergebnisse zeigen, dass menschliche BenutzerInnen in ihren Tweets generell eher der Grundstimmung einer Diskussion folgen, während Social Bots versuchen die Stimmung durch entgegengesetzte Emotionen umzukehren. (Beispiel: zum positiven Ereignis Thanksgiving Day twittert ein Social Bot: „Sissy Mitt Romney signed Massachusetts gun ban #thanksgiving #Trump #MAGA“) Bei kontrovers diskutierten Ereignissen (wie z.B. Wahlen) verschicken Social Bots insbesondere emotional polarisierende Nachrichten und versuchen so, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. (Im Kontext der US-Präsidentschaftswahl zum Beispiel: “ObamaFail I’ll be so happy to see this joke move out of the White House!! #VoteTrumpPence16“) Dabei wurde deutlich, dass Social Bots zu diesem Zweck sogar polarisierende Nachrichten in thematisch fremde Diskussionen einstreuen. In der Direktkommunikation mit menschlichen BenutzerInnen ändert sich dieses Verhalten jedoch: Richten Social Bots ihre Nachrichten direkt an Twitter-BenutzerInnen (mit der Adressierung @TwitterUser), passen sie sich ebenfalls der allgemeinen Grundstimmung an. Strembeck erklärt: „Social Bots sind in der Direktkommunikation anhand der Emotionen, die sie versenden, nicht mehr von Menschen zu unterscheiden.“

Strembeck und Kusen konnten bei ihrer Analyse auch eine Reihe an statistisch signifikanten Mustern, sogenannten „Emotion Exchange motifs“, die typisch für die Direktkommunikation mit menschlichen UserInnen sind, identifizieren. Die neuen Muster für 8 verschiedene Emotionen stellen einen wichtigen Schritt in der Forschung dar. „Anlässlich der aktuellen EU-Wahl gab es zum Beispiel Warnungen, dass verschiedene Interessensgruppen versuchen könnten, in sozialen Netzwerken die Wahl zu beeinflussen. Die Ergebnisse können u.a. dazu beitragen, Social Bots in Zukunft zuverlässiger zu identifizieren. In verschiedenen Folgestudien wird nun die Frage zu klären sein, warum sich das Verhalten von Social Bots beim Versand von Broadcast-Nachrichten vom Verhalten bei einer Direktkommunikation unterscheidet“, so Studienautor Strembeck.

Zur vollständigen Studie

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Bad News
news-6930 Tue, 04 Jun 2019 10:08:00 +0200 Buchtipp: Verschwörungstherorien - eine Frage der Perspektive https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106930buchtipp-verschwoerungstherorien-eine-frage-der-perspektive/ Beflügelt von dem Anstieg der Fake News und befeuert vom Internet haben Verschwörungstheorien aktuell Hochkonjunktur. Bücher, die versuchen, sich dem Thema seriös zu nähern, gibt es dagegen selten. Hier ist eines: 9/11? Die CIA. Die Weltherrschaft? Reptiloiden aus dem Erdinneren? Die Bundesrepublik Deutschland - ein Fake-Staat? Es gibt unzählige Verschwörungstheorien, und noch weit mehr Anhänger, die fest glauben, was anderen im besten Fall ein Kopfschütteln entlockt. Wie kommt das?

Die Autoren Ingo Leipner und Joachim Stall versuchen, in ihrem neuen Buch Verschwörungstherorien - eine Frage der Perspektive (Redline Verlag), sich diesem Thema auf offen-objektive Art und Weise zu nähern. Dafür haben sie mit Verschwörungstheorie-Anhängern über viele Interviews gesprochen und dabei versucht, zu ergründen, was sie antreibt und wie sie zu ihrem „ver-rückten“ Weltbild gekommen sind. Dabei ergeben sie sich dankenswerterweise keinen oberflächlich-populistischen "Argumenten", sondern versuchen, sich ernsthaft und seriös dem Thema anzunähern.

So erläutern sie zum Beispiel, dass laut Untersuchungen eine Relation zwischen der individuellen Überempfindlichkeit gegenüber Außenreizen und der Wahrscheinlichkeit, dass man zum Verschwörungstheoretiker wird, besteht. Ein Effekt dieser Überempfinflichkeit ist es, Muster zu erkennen, wo kein scheinbares Zufallsprinzip mehr "sichtbar" ist. Nobelpreisträger Daniel Kahneman erläutert ides am Beispiel des Geschlechts von 3 x 6 Säuglingen. Für sie muss gelten: Die Reihenfolge der Geburt ist vom Zufall abhängig, die Geburten finden unabhängig voneinander statt und die Anzahl der vorher geborenen Jungen und Mädchen hat keinen Einfluss auf das Geschlecht der später geborenen. Drei Reihenfolgen sind jetzt sichtbar (Jungen: J, Mädchen: M):

1) J J J M M M

2) M M M M M M

3) J M J J M J

Der große Irrtum unser Intuition laut Autoren: Serie 1 und 2 weisen klare Muster auf, die kein Zufall sein können.

Statistisch gesehen ist das nicht richtig, aber es ist die ideale Ausgangsbasis für Verschwörungstheorien. Auch wenn man über solche anschaulichen Beispiele sicherlich diskutieren kann, ist es dem Buch hoch anzurechnen, das es erstmals versucht, die Gedankenwelt eines Teils der Verschwörungstheoretiker zu erfassen. Und bevor die Trolle jetzt von der Leine gelassen werden: Für die Autoren steht es ebenfalls fest, dass es echte Verschwörungen gibt.

Übrigens stellen die beiden auch fest, dass das Niveau der Bildung die beste Prophylaxe gegen Verschwörungstheorien ist.
Lesenswert und eine klare Empfehlung für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen müssen und/oder wollen.
Zum Buch ist derzeit auch ein Film in Arbeit, der vom Co-Autor und Dokumentarfilmer Joachim Stall gedreht wird.

 

Dipl. Volksw. Ingo Leipner | Joachim Stall
Verschwörungstheorien - eine Frage der Perspektive
Von Chemtrails, Ufos, Reptiloiden und Reichsbürgern
Hardcover, 240 Seiten
Erschienen: Mai 2019
ISBN: 978-3-86881-744-7
19,99 €
inkl. MwSt.

 

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Kommentar
news-6931 Mon, 03 Jun 2019 10:36:00 +0200 Empfehlungsmarketing: 23 % der Unternehmen reagieren nicht auf Reviews https://www.medienmilch.de/frischmilch/news/artikel/details/106931empfehlungsmarketing-23-der-unternehmen-reagieren-nicht-auf-reviews/ Capterra, laut eigenen Angaben "die führende Online-Ressource für Unternehmenssoftware-Käufer", hat eine Studie veröffentlicht, die die Bedeutung von Online-Empfehlungen untersucht. Die Studie betrachtet Fragen wie: Wie soll eine Online-Bewertung aussehen, um Vertrauen zu erlangen? Auf welchen Plattformen werden Bewertungen gelesen? Wie reagieren Unternehmen auf Reviews und welchen Einfluss haben diese auf die Reichweite von Unternehmen in Suchmaschinen? Capterra befragte dafür 500 Teilnehmer.

Hier einige der wichtigsten Ergebnisse: Kunden vertrauen Online-Bewertungen mehr als persönlichen Empfehlungen von Freunden. Zufriedene Kunden schreiben in Deutschland häufiger Reviews als Unzufriedene. Die Hälfte der Kunden haben noch nie eine Reaktion seitens des Unternehmens auf ihre Kundenbewertung bekommen. 84 % der Unternehmen nutzen keine Software zur Auswertung ihrer Kundenbewertungen. 23 % der Unternehmen geben an, gar nicht auf Reviews zu reagieren. 36 % der Teilnehmer vertrauen beim Kauf eines Produkts am meisten auf Online Kundenbewertungen.

Wenn es um die Beweggründe für das Verfassen einer Kundenbewertung geht, ist die Verteilung deutlich erkennbar. 43 % der Befragten geben an, dass sie eine Nutzerbewertung geschrieben haben, um anderen Nutzern zu helfen. 32 % schreiben eine Online-Rezension um ihre Zufriedenheit zu zeigen, wohingegen nur 12 % ihre Unzufriedenheit demonstrieren wollen.

Die komplette Studie mit weiteren Statistiken ist hier abrufbar.

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News
news-6929 Mon, 03 Jun 2019 09:39:00 +0200 No Man´s Land: Der Irrsinn des Krieges https://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/106929no-mans-land-der-irrsinn-des-krieges/ Der Gewinner des „Bester fremdsprachiger Film“-Oscars des Jahres 2002 ist seit 17. Mai 2019 erstmals in Deutschland auch auf Blu-ray und DVD zu haben. Die Handlung: Der Bosnien-Krieg 1993. Die beiden Soldaten Ciki und Nino, der eine Bosnier, der andere Serbe, stehen sich plötzlich im Schützengraben inmitten der feindlichen Linien, im so genannten No Man‘s Land, gegenüber. Zwischen ihnen ein Verletzter, der auf einer Sprengmine liegt, welche bei der kleinsten Bewegung explodieren könnte. Während die beiden Soldaten verzweifelt nach einer Lösung für ihre ausweglose Situation und nach Rettung für den verletzten Kameraden suchen, entschließt sich ein tapferer UN-Offizier, den beiden gegen die Anweisungen seiner Vorgesetzten zu helfen.

Als auch noch die Medien von der Sache Wind bekommen, wird aus dem scheinbar unwichtigen Vorfall plötzlich eine große, international verfolgte Publikumsshow. In der gespannten Situation zwischen allen Beteiligten und der auf ein Ergebnis wartenden Weltpresse versuchen Nino und Ciki verzweifelt, für ihr Leben und gegen den Irrsinn des Krieges zu verhandeln.

Danis Tanovićs international ausgezeichnetes Meisterwerk erzählt eine kleine Geschichte über das Dilemma zweier verfeindeter Soldaten inmitten der grotesken, tragischen und lächerlichen Normalität des Kriegsalltags. Sehenswert!

 

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