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DJV bleibt hartnäckig bei G20-Akkreditierungen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat in einer Pressemeldung das Bundeskriminalamt (BKA) nochmals zur Aufklärung der Pannen im Zusammenhang mit den Journalistenakkreditierungen zum G20-Gipfel in Hamburg aufgefordert

Wie das BKA dem DJV auf Nachfrage mitteilte, haben 17 der 32 Journalisten, deren Akkreditierungen während des Gipfels eingezogen wurden, beim Bundeskriminalamt nach den Gründen gefragt. Vier Wochen danach sei noch kein einziger Fall abgeschlossen.

Eine BKA-Sprecherin konnte demnach nicht sagen, wann die betroffenen Kollegen endlich erfahren, warum sie als Sicherheitsrisiko eingestuft wurden. Die Fälle würden zwar mit Priorität behandelt, seien aber sehr kompliziert, hieß es.

„Der Entzug der Akkreditierungen mit Hinweis auf Sicherheitsbedenken hat zur Stigmatisierung der betroffenen Journalisten geführt“, erinnert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Im Gespräch mit dem DJV hätten Regierungssprecher Steffen Seibert und Vertreter von Innenministerium und Bundeskriminalamt am 19. Juli zugesagt, dass die Journalisten schnellst möglich Auskünfte erhalten sollten. Überall: „Und was ist seitdem passiert? Nichts.“ Er erwarte, dass dieses unselige Kapitel so schnell wie möglich beendet werden könne.