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Buchkritik: "Zurück in die Zukunft" - eine holprige Zeitreise

Für "alle, die sich unterhaltsam und fundiert für dieses turbulente Stück Wirtschaftsgeschichte interessieren und mit Carsten Knop einen Blick in die Kristallkugel werfen möchten", soll dieses Buch laut Verlag sein. Mir kommt es eher wie ein Sammelsurium vor, das nicht genau weiß, ob es Fisch oder Fleisch ist.

Carsten Knop ist Ressortleiter in der Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und wird ab 2018 Chefredakteur Digitale Produkte bei der FAZ. Und da man sich immer mindestens zweimal im Leben trifft, will ich es hier mal - räusperräusper - ganz vorsichtig und persönlich ausdrücken:

Lieber Herr Knop, was genau wollen Sie mit diesem Werk?

Angefangen mit Kino-Fluxkompensatoren formulieren Sie (auf Seite 19) zweifellos interessante und wichtige Fragen wie zum Beispiel "Warum verbessern wir unsere Bildungssysteme nicht schneller? oder "Warum ist aus der Utopie des Internets eine Dystopie geworden?".

Leider finde ich persönlich keine Antworten auf diese tollen Fragen in "Zurück in die Zukunft": Irgendwie kommt mir das ganze eher wie eine Auswahl oder Sammlung ihrer bisherigen Artikel und sonstigen Publikationen zu digitalen Start-ups und Digital-Monopolisten vor. Von Seite 37 bis Seite 137 geht es um Unternehmen und Personen der Branche, die textmäßig abgearbeitet werden, ohne das ich - was zweifelsohne natürlich auch gänzlich an mir liegen könnte - einen roten Faden erkennen kann.

Ab Seite 173 gibt es dann aber doch noch 10 Thesen - Entschuldigung - "Zehn Energieriegel für die Zukunft". Und da tauchen dann auch die "Antworten" auf einige der Ausgangsfragen auf: Breitband, Industrie 4.0, KI und und und: Ja und schnell bitte.

Holprig, etwas zu holprig, leider!

ohb  

Carsten Knop
Zurück in die Zukunft
Warum wir für die Digitalisierung von Morgen den Mut von Gestern brauchen. Eine Zeitreise  
Oktober 2017
1. Auflage
Seiten: 200
ISBN: 978-3-95601-222-8
Format: Hardcover
19,90 €