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27 Prozent nutzen keinen E-Mail-Newsletter

Dem deutschen E-Mail-Marketing mangele es erheblich an Innovation und Kreativität. Über ein Viertel der Firmen würden sogar die Grundlagen vernachlässigen und komplett auf Newsletter als Marketinginstrument verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt die neue absolit-Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks“.

Foto: IngImage

Vor allem B2B-Konzerne und Energieversorger würden in Bezug auf E-Mail-Marketing "durchgehend große Schwächen aufweisen". Als größte Herausforderung beim deutschen E-Mail-Marketing erweise sich die Automatisierung. Zwei Drittel der neuen Leser würden nicht begrüßt, obwohl Willkommens-Mails nachweislich mitunter die größten Öffnungsraten aufweisen.

Auf die steigende Bedeutung der mobilen Endgeräte antworten die Branchen dagegen mit optimierten E-Mails. So lassen sich 72 Prozent der verschickten Newsletter auch auf Smartphones gut lesen. Starke vier von fünf Landingpages sind mobiloptimiert. Zwei wichtige Bereiche werden jedoch sträflich vernachlässigt: Nur 36 Prozent aller Betreffzeilen und Teaser lassen sich problemlos darstellen. „Marketer begehen hier einen folgenschweren Fehler. Gerade der Betreff spielt eine zentrale Rolle, da der Leser dadurch entscheidet, ob er die E-Mail überhaupt liest“, so Torsten Schwarz. „Wenn dann auch noch der Pre-Header nicht richtig dargestellt wird, landet die Mail gleich im Papierkorb“, so der Experte weiter.

Auch sonst fehle es den deutschen Newslettern noch viel zu oft an Kreativität. Zwar seien die mittlerweile zum Standard gehörenden Elemente wie Call-to-Action-Buttons immerhin bei 77 Prozent aller detailuntersuchten Mailings vorhanden, doch jeder dritter Newsletter würde noch immer ohne individualisierte Ansprache verschickt. Dabei sei gerade die Personalisierung ein Aspekt, den immer mehr Leser als gegeben voraussetzen.

Ein Drittel der Unternehmen gebe zudem keinerlei Information über die Verwendung der Daten oder ein mögliches Widerrufsrecht. Insgesamt würden nur erschreckende 12 von 1274 Unternehmen komplett rechtssicher sein, über 98 Prozent weisen demnach "bei ihrem E-Mail-Marketing teilweise gravierende juristische Mängel auf". Hier bestehe dringender Nachholbedarf für beinahe alle deutschen Marketing-Abteilungen.

Für die Studie wurden insgesamt 3056 Unternehmen aus 67 verschiedenen Branchen auf die Grundlagen ihres E-Mail-Marketings hin untersucht. Davon wurden weitere 1271 Firmen eingehender auf die Rechtssicherheit der versendeten E-Mails sowie die Methoden der Automatisierung und Adressgewinnung untersucht.

Die komplette Studie sowie eine kostenlose Kurzversion gibt es als Download unter email-studie.de.